CATTERY ROYAL SIBERIAN


 Medizinische Normalwerte bei Katzen

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht vieler medizinischer Normalwerte bei Katzen. Sie können hilfreich sein, wenn man tierärztliche Berichte lesen und verstehen will, oder sie helfen einem gezielter beim Tierarzt nach zu fragen.

Temperatur:
  38,0 – 39,0 Grad Celsius beim erwachsenen Tier
    bis 39,5 Grad Celsius beim Kitten

Ab 40 Grad Celsius sofort zum Tierarzt gehen!

Fieber ist die erhöhte Körperkerntemperatur und tritt meistens als Begleiterscheinung der körpereigenen Abwehr gegen eindringende lebende Mikroorganismen oder andere als fremd erkannte Stoffe auf. Seltener wird Fieber durch anders verursachte Entzündungsvorgänge, Traumata oder begleitend bei manchen Tumorarten hervorgerufen. Fieber ist nicht die Ursache einer Krankheit, sondern ein Teil der Antwort des Körpers auf die Krankheit und unterliegt komplexen physiologischen Reaktionen des Organismus.

Eine Unterkühlung (Untertemperatur) entsteht, wenn die Wärmeproduktion des Körpers geringer ist als die Menge an vom Körper abgegebener Wärme. Sie kann zu Gesundheitsschäden bis sogar zum Tod führen. Zur Unterkühlung kann es sowohl durch äußere, als auch durch innere Faktoren kommen. Beispiele sind unter anderem ein zu langer Aufenthalt in kaltem Wasser oder in kalter / nasser Umgebung oder bestimmte Erkrankungen, Überanstrengung oder Schockzustände.

Puls:
80 bis 140 Schläge pro Minute in Ruhe

Der Puls sollte im Ruhezustand gemessen werden. Er wird an der Innenseite der Hintergliedmaße gemessen. Dort ertastet man durch die Haut auf der inneren Oberschenkelseite die Oberschenkelarterie (Arteria femoralis) und fühlt den Puls. Es empfiehlt sich 15 Sekunden lang die Pulsschläge zu zählen und das Ergebnis mit 4 zu multiplizieren (Pulsfrequenz = Pulsschläge pro Minute). Des Weiteren sollte man auf die Stärke (Intensität) und den Rhythmus des Pulses achten.

Eine körperliche, nicht krankhaft bedingte Erhöhung des Pulses kann bei jungen und aufgeregten Tieren, bei kleinen oder trächtigen Katzen oder am Abend auftreten. Trainierte Tiere weisen oftmals eine erniedrigte Pulsfrequenz auf, das ist das gleiche Prinzip wie bei Spitzensportlern. Eine krankhaft bedingte Erhöhung kann auf Entzündungsvorgänge, Schmerzen, Vergiftungen oder andere Erkrankungen hinweisen. Bei einer Erkrankung wie zum Beispiel einer Herzstörung kann es zu einer Erniedrigung des Pulses kommen.

Blutdruck:
durchschnittlich 135 zu 75 (rechnerischer Mittelwert)

In der Regel spricht man von einem zu niedrigen Blutdruck (Hypotonie), wenn der untere Wert 60 oder kleiner beträgt und/oder der obere Wert kleiner 80 ist. Von einem Bluthochdruck (Hypertonie) geht man aus, wenn der untere größer als 115 ist und/oder der obere Wert über 160 liegt.


Atemfrequenz:
20 – 40 Atemzüge pro Minute

Katzen haben eine Bauch-Zwerchfell-Flankenatmung (kostoabdominale Atmung). Sowohl Brustkorb als auch Bauch spielen bei dieser Form der Atmung eine Rolle. Bei einer starken Formabweichung (reine Bauch- oder Brustatmung) kann der Tierarzt oft schon auf die Örtlichkeit einer Erkrankung schließen. Bei einer reinen Brustatmung (kostal) könnte im Bauchraum eine schmerzhafte oder Raum fordernde Erkrankung vorliegen, so dass das Tier beim Atmen diesen Bereich nicht einsetzt. Gleiches gilt für die reine Bauchatmung (abdominale Atmung), das kann auf Erkrankungen oder Verletzungen im Brustbereich deuten. Die Atemfrequenz (Atemzüge/min) kann aber auch durch Aufregung, Stress, körperliche Leistung (Anstrengung) und das Wetter erhöht sein und sollte daher immer nur im Ruhezustand gemessen werden.

Schleimhäute:
blass, rosa, feucht und glänzend

Urin:
Strohgelb, durchsichtig und dünnflüssig, riecht wie Fleischbrühe, PH-Wert 6 - 7

Urinmenge: 0,04 – 0,2 Liter pro Tag


Gebiss:
32 Zähne (26 Zähne beim Milchgebiss)

Blutwerte: Die Normalwerte des Blutes bei Katzen hängen von den jeweiligen Referenzwerten und Messeinheiten des untersuchenden Labors ab. Deswegen bitte immer darauf achten, das Ihr Tierarzt Ihnen nicht nur die Blutwerte, sondern auch die Normwerte gibt.