CATTERY ROYAL SIBERIAN

Das Feline Leukämie Virus gehört zu den Retroviren.Es ist ein behülltes RNA Virus mit den 3 charakteristischen Hauptstrukturen GAG-ENV-POL.


 

Das FeLV wird direkt von Katze zu Katze übertragen.Hauptübertragungsquelle ist dabei der Speichel.Bissverletzungen stellen ein großes Übertragungspotential dar,weil hier der inf.Speichel direkt in die Blutbahn gelangen kann.


 

Das Virus dringt in der Schleimhäute ein und vermehrt sich dort innerhalb von 2 Tagen sowie in den Tonsillen und retropharyngären Lymphknoten.


 

Nach ca.12 Tagen gelangt das Virus in den Blutkreislauf und weiter in da Knochemark.eine auftretende Lymphopenie beruht auf dem Verlust von CD4+ T Zellen.

Das Hüllprotein p15E ist verantwortlich für das Eindringen des Virus in die Zelle.


 

Infektionsfolgen sind: Organschädigungen,Knochenmarkdepression,Anämie,Leukopenie.


 

Es gibt 3 FeLV Subtypen A,B und C.


 

Subtyp A: genetisch stabil und relativ schwach pathogen


 

Subtyp B: 50 % von allen Infektionen.Meist wird das myeloproliferative Erkrankungsspektrum verursacht.


 

Subtyp C: Dieser verursacht aplastische Anämien und führt zu den Störungen in der Haematopoese.


 

Bei Infektion mit FeLV führt diese in ca.45% der Fälle nur zu einer transienten Infektion mit kurzer Virämie.Das Immunsystem ist in der Lage das Virus zu eliminieren.


 

In 30% der Infektionen entwickelt sich Immunantwort um eine Virusreplikation zu verhindern doch ist eine Viruselimination nicht möglich.Resultat ist eine latente Infektion.


 

In den übrigen Fällen kommt es zur persistenten Infektion,die meist in einem heftigen und kurzen Krankheitsverlauf endet.


 

Diagnose: Antigennachweis im ELISA. Problem ist in der Latenzphase dar,da sich in dieser Zeit kein Antigen nachweisen lässt.


 

Ein Nachweis von proviraler FeLV DNA mittels PCR ist zur Bestätigung eines positiven Antigenstests sinnvoll.


 

Infektion mit Retroviren wie FeLV und FIV kommen mit einer Prävalenz von etwas 1,5% resp. etwa 3,5 % in der Kazuenpopulation vor.