CATTERY ROYAL SIBERIAN

Feline Coronaviren sind weltweit verbreitet und nicht nur auf Hauskatzen beschränkt !


Bei Großkatzen sind besonderes Geparden prädisponiert für diese Erkrankung,da sie eine enge genetische Verwandtschaft untereinander haben.


Eine Häufung der Infektionsrate tritt bei Rassekatzen auf.Dies ist zum einen dadurch zu erklären,dass hier vermehrt viele Tiere in Zuchten auf engem Raum gehalten werden und dadurch der Infektionsdruck höher ist.


Coronaviren sind die größten bekannten RNA Viren .Sie sind gehüllt und haben nur eine geringe Tonalität.Sie besteht aus etwa 30.000 Nukleotiden und in jedem Replikationszyklus verändert sich eins von 10.000 Nukleotiden. Dies führt dazu,das kein Viruspartikel wie das andere ist.Diese Besonderheit wird als CLOUD bezeichnet.


Meist findet man eine klinische FIP bei Katzen im Alter von 6 Monaten bis zu 3 Jahren.


Nach Infektion mit enteralen Coronaviren( FeCoV) erfolgt die Virusvermehrung zuerst in den Epithelien des oberen Respirationstraktes und den Dünndarmepithelzellen.Diese primäre Infektion verläuft meist symptomatisch mit sehr selten auftretendem Augen und Nasenausfluss sowie Durchfall.
Was es manchen Viren nun ermöglicht,die "Darmschranke" zu passieren und in die Peyer'schen Plaques und die regionären Darmlymphknoten zu gelangen,ist nach wie vor nicht vollständig geklärt.Bekannt ist aber,dass es zu einer Monozyten-assoziierten Virämie kommt,wobei Makrophagen die Zielzellen des FIP Virus darstellen.Eine Verstärkte Freisetzung von Komplementkomponenten und eine gesteigerte Interleukinsynthese sind die Folge.Es bilden sich Immunkomplexe,die wiederum von Makrophagen phagozytiert werden und dadurch erneut das Immunsystem stimulieren,was zu lokalen Entzündungserscheinungen führt.Die Zeit zwischen dem Auftreten pathogener Viren und den ersten klinischen FIP Symptomen liegt zwischen 1 Woche und 4 Wochen!


Zwei verschiedene Ausprägungsformen einer FIP Erkrankung sind bekannt:


1. Bei der FEUCHTEN FORM kommt es zur Ausbildung einer hochgradigen Peritonitis,Pleurits oder Perikarditis mit Bildung einer stark viskösen,gelblichen,fadenziehenden,fibrinhaltigen Ascitesflüssigkeit . Das Exsudat hat ein erhöhtes spezifisches Gewicht (mehr als 1,017) und eine erhöhte Proteinkonzentration. Eine Rivalta Probe ist bei der FIP fast immer positiv. 


2. Bei TROCKENEN FORM der FIP entstehenpolygranulomatöse Verdickungen auf den seriösen Häuten und in den Organen.Dabei sind hautsächlich Leber und Lunge sowie die Nieren betroffen.Auf der Milz und den Lymphknoten bilden sich entzündliche Knötchen.Bei der Beteiligung der Leber lassen sich erhöhte Transaminase und Bilirubinwerte feststellen. Es kommt zum Ikterus.Bei den erkrankten Katzen tritt meist ein sehr hohes Fieber auf.Es treten auch ZNS Symptome und durch Ablagerung von Präzipitaten häufig Uveitiden auf.Die wichtigste Rolle spielt hier die zelluläre Immunantwort.Erkrankte Katzen haben signifikant geringere Zahlen an CD4+ und CD8+ T-Zellen.Diese werden zwar nicht infiziert,aber durch die Immunkomplexbildung wird Apoptose verursacht.Bei einer starken humoralen,aber fehlenden zelluläre Antwort tritt die effusive,feuchte Form der FIP auf.Die trockene Form wird durch eine starke humorale und eine schwache zelluläre Immunantwort verursacht.


Die Diagnose einer FIP ist sehr schwierig!


Der serologische AK Nachweis im Immunfluoreszenztest weist nur Antikörper gegen Coronaviren nach.Auch hohe Titer wiesen nur Viruskontakt nach und sind nicht FIP spezifisch. 
Zu weiteren Abklärung kann eine Serum Protein Elektophorese und eine Bestimmung des Albumin Globulin Quotients hinzugezogen werden.


Ein Albumin-Globulin Quotient von weniger als 0,4 ist laut Studien zu 92% spezifisch.


Im Hinblick auf die FIP Diagnose wird seit kurzem eine PCR durchgeführt,bei der zwei Mutationen im Spike protein von FeCoV ( Nukletidposition 23531 und 23537) nachgewiesen werden.


Coronaviren im Kot weisen die beschriebene Mutationen nicht auf!
Eine pro-fäkale Übertragung von FIP Viren von Katze zu Katze ist deshalb nicht möglich!